Um Prostatakrebs zu diagnostizieren, können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

Tastuntersuchung

Die Prostata wird vom Enddarm aus mit dem Finger abgetastet und hierbei Erkenntnisse zu ihrer Größe und Form gewonnen, oder ob Knoten oder Verhärtungen vorliegen.


Ultraschalluntersuchung

Mit dieser Untersuchungsmethode ist im Vergleich zur Tastuntersuchung eine genauere Bestimmung der Größe, Lage und Ausdehnung des Tumors möglich. Diese kann ergänzend zur Tastuntersuchung durchgeführt werden.


Bestimmung des PSA-Wertes

Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das nur in den Schleimhautzellen der Prostata gebildet wird. Die Bestimmung de PSA-Wertes erfolgt durch einen Bluttest. Im Krebsgewebe ist das PSA zehnmal höher konzentriert als im gesunden Gewebe. Ist dieser Wert erhöht, deutet dies auf eine Veränderung in der Prostata hin. Eine Krebserkrankung kann, muss aber nicht die Ursache für eine Erhöhung sein. Die Höhe des PSA-Wertes bei einmaliger Messung ist wenig aussagekräftig. Daher soll ein einmalig erhöhter Wert grundsätzlich kontrolliert werden (mit der gleichen Labormethode).
Bei etwa einem von vier Männern mit erhöhtem PSA-Wert wird durch die anschließende Entnahme der Gewebeprobe ein Karzinom nachgewiesen. Liegt der gemessene PSA-Wert bei über 10 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter), wird bei jedem zweiten Mann ein Karzinom gefunden.


Gewebeprobe

Besteht nach der Tastuntersuchung und Bestimmung des PSA-Wertes ein Verdacht auf ein Prostatakarzinom, werden Gewebeproben entnommen und untersucht. Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt.


Weiterführende Untersuchungen

Nur unter bestimmten Umständen sind eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Beckenbereichs, falls nicht verfügbar eine Computertomographie (CT), eine Skelettszintigraphie oder andere weiterführende Untersuchungen angebracht.